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Recht / Arbeits-/Sozialrecht 
Donnerstag, 24.09.2020

Tätigkeit als Apotheker-Vertreterin sozialversicherungsfrei

Das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen entschied, dass die Tätigkeit einer Apothekerin, die als kurzzeitige Vertreterin einer Apothekeninhaberin arbeitet – abhängig von den Umständen des Einzelfalls – als selbständige Tätigkeit zu charakterisieren sein kann (Az. L 8 BA 6/18).

Die beklagte Apothekerin hatte bei der Klägerin (Apothekeninhaberin) im Rahmen kurzeitiger Vertretungen gearbeitet. Nach einer Betriebsprüfung stellte der beklagte Rentenversicherungsträger die Versicherungspflicht der Beigeladenen in der Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung fest und forderte von der Klägerin Arbeitgeberbeiträge nach. Das SG Detmold wies die dagegen gerichtete Klage ab.

Das LSG Nordrhein-Westfalen hat auf die Berufung der Klägerin den Statusfeststellungsbescheid nun aufgehoben. Die Beigeladene habe in ihrer Tätigkeit als Apothekenleiter-Vertreterin für die Klägerin nicht der Versicherungspflicht unterlegen. Sie sei nicht abhängig beschäftigt, sondern selbständig tätig gewesen. Eine Tätigkeit nach Weisungen und eine Eingliederung in die Arbeitsorganisation der Weisungsgeberin habe sich nicht feststellen lassen.

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